5 Stellen als Notarassessorin/Notarassessor (w/m/d) im notariellen Anwärterdienst

Bes.Gr.: ---

Ablauf der Bewerbungsfrist: 20.04.2020

Besonderheiten: Weitere Hinweise bitten wir dem Hinweistext zu entnehmen, der durch Anklicken des violetten Ausschreibungstextes aktiviert wird.

Ausschreibungsnummer: 3835.I/0486

Es sind, möglichst zum 1. September 2020, fünf Stellen für Notarassessorinnen und Notarassessoren im notariellen Anwärterdienst zu besetzen.

 

Gesucht werden Volljuristinnen und Volljuristen oder Bewerberinnen und Bewerber mit Befähigung für die Laufbahn des Bezirksnotars, die sich für die Tätigkeit einer Notarin oder eines Notars zur hauptberuflichen Amtsausübung in Baden-Württemberg interessieren.

 

Bewerbungsvoraussetzungen sind überdurchschnittliche Rechtskenntnisse, nachgewiesen durch den Abschluss der Zweiten juristischen Staatsprüfung mit im Regelfall mindestens neun Punkten oder einem vergleichbaren Abschluss der Notarprüfung. Bereits vorhandene Erfahrungen im notariellen Tätigkeitsbereich begrüßen wir ebenso wie sonstige Zusatzqualifikationen. Die Auswahl erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

 

Eine Bewerbung ist bereits nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Klausuren der Zweiten juristischen Staatsprüfung möglich. Es genügt, wenn die Zweite juristische Staatsprüfung bis einschließlich 19. Mai 2020 abgeschlossen wird.

 

Von unseren Notarassessorinnen und Notarassessoren erwarten wir neben einem ausgeprägten Interesse am Notarberuf Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Aufgeschlossenheit, Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und Flexibilität sowie das erforderliche Verständnis für soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge.

 

Nach ihrer Ernennung zur Notarassessorin bzw. zum Notarassessor werden die Bewerberinnen und Bewerber durch Ableistung eines mindestens dreijährigen Anwärterdienstes auf das Amt des Notars vorbereitet (vgl. § 7 Abs. 1 BNotO). Während des Anwärterdienstes werden die Notarassessorinnen und Notarassessoren Notarinnen und Notaren zugewiesen und gewinnen praktische Erfahrungen durch dortige Mitarbeit sowie durch die Übernahme von Notarvertretungen, Notariatsverwaltungen und -abwicklungen.

 

Notarassessorinnen und Notarassessoren sind verpflichtet, an Unterrichts- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen, die im Rahmen des Anwärterdienstes durch die Notarkammer organisiert oder vermittelt werden. Zudem sind sie verpflichtet, die theoretischen Ausbildungsinhalte zusätzlich im Rahmen selbstständigen Studiums und eigener Fortbildung zu vertiefen.

 

Für die Dauer des Anwärterdienstes stehen Notarassessorinnen und -assessoren in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Land und zur Notarkammer. Die Notarassessorin bzw. der Notarassessor hat dieselben allgemeinen Amtspflichten wie eine Notarin bzw. ein Notar. Nach Absolvierung des Anwärterdienstes können sich Notarassessorinnen und Notarassessoren auf freiwerdende oder neugeschaffene Notarstellen in Baden-Württemberg bewerben.

 

Notarassessorinnen und Notarassessoren haben die Möglichkeit, die Tätigkeit im Anwärterdienst zur Betreuung minderjähriger Kinder in Teilzeit auszuüben. Die näheren Einzelheiten der Ausbildung können Sie der Verordnung des Justizministeriums zur Regelung von Angelegenheiten auf dem Gebiet des Notarwesens (Notarverordnung Baden-Württemberg - NotarVO) vom 18. September 2017 (GBl. 2017, S. 511) entnehmen.

 

Die Auswahl nimmt das Justizministerium nach Anhörung der Notarkammer Baden-Württemberg vor. Das Nähere zum Bewerbungsverfahren können Sie Nummer 1 der Verwaltungsvorschrift des Justizministeriums zur Ausführung der Bundesnotarordnung und über die Dienstordnung für Notarinnen und Notare (VwV Notarwesen) vom 21. September 2017 (Die Justiz 2017, S. 357) entnehmen.

 

Notarassessorinnen und Notarassessoren erhalten durch die Notarkammer Baden-Württemberg gemäß § 7 Absatz 4 Satz 3 BNotO Bezüge, die denen eines Richters auf Probe anzugleichen sind. Das Nähere regeln die Richtlinien der Notarkammer Baden-Württemberg für die Besoldung der Notarassessorinnen und Notarassessoren und die Erstattung der von der Notarkammer gewährten Bezüge vom 5. Dezember 2016 (Die Justiz 2017, S. 9). Notarassessorinnen und Notarassessoren sind Pflichtmitglieder im Notarversorgungswerk Baden-Württemberg.

 

Bewerbungen sind innerhalb der Bewerbungsfrist beim

 

Ministerium der Justiz und für Europa

Baden-Württemberg

Schillerplatz 4

70173 Stuttgart,

 

einzureichen.

 

Bewerbungen von Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Landesdienst sind auf dem Dienstweg an das Justizministerium zu richten; über die Wahrung der Bewerbungsfrist entscheidet der Eingang bei der Stelle, die die unmittelbare Dienstaufsicht über die Bewerberin oder den Bewerber führt.

 

Die mit einer eigenhändigen Unterschrift zu versehende Bewerbung soll in zweifacher Ausfertigung übersandt werden und Folgendes beinhalten:

 

a) Name, gegebenenfalls Geburtsname, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit sowie die vollständige Anschrift des Hauptwohnsitzes,

 

b) eine Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse, die auch zur Kommunikation im Zuge des weiteren Bewerbungsverfahrens verwendet werden können,

 

c) eine Erklärung darüber, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht,

 

d) eine Erklärung darüber, auf welche Weise die Befähigung zum Richteramt oder für die Laufbahn des Bezirksnotars erlangt worden ist,

 

e) Angaben darüber, welche Tätigkeiten seit der Erlangung der Befähigung zum Richteramt oder für die Laufbahn des Bezirksnotars ausgeübt worden sind,

 

f) Angaben darüber, ob gesundheitliche Einschränkungen bestehen, die einer Eignung für die notarielle Amtstätigkeit entgegenstehen oder in der Zukunft entgegenstehen können, sowie eine Erklärung darüber, ob das Einverständnis zu einer ärztlichen oder amtsärztlichen Untersuchung erteilt wird,

 

g) Angaben darüber, ob eine Schwerbehinderung besteht, sowie gegebenenfalls über Art und Ausmaß der Behinderung und die konkreten Auswirkungen auf die notarielle Berufstätigkeit, sowie eine Erklärung darüber, ob das Einverständnis zu einer ärztlichen oder amtsärztlichen Untersuchung erteilt wird,

 

h) eine Erklärung darüber, ob gegen die Bewerberin oder den Bewerber Strafen, Disziplinarmaßnahmen oder berufsgerichtliche Maßnahmen verhängt worden sind, ob schriftliche berufsrechtliche Missbilligungen oder Rügen erteilt worden sind oder ob ein Strafverfahren, ein strafrechtliches oder berufsrechtliches Ermittlungsverfahren, ein Disziplinarverfahren, ein disziplinarrechtliches Vorermittlungsverfahren oder ein berufsrechtliches oder berufsgerichtliches Verfahren anhängig ist oder war,

 

i) eine Erklärung darüber, ob über das Vermögen der Bewerberin oder des Bewerbers ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist oder ob sie oder er in das vom Insolvenzgericht oder vom Vollstreckungsgericht zu führende Verzeichnis eingetragen oder ob sie oder er sonst in Vermögensverfall geraten ist,

 

j) eine Erklärung darüber, ob beabsichtigt ist, Anrechnungszeiten gemäß § 9 Absatz 8 und 9 NotarVO geltend zu machen, sowie eine Erläuterung der jeweiligen Anrechnungszeiten unter Angabe des jeweiligen genauen Anfangs- und Enddatums,

 

k) bei bestehender Zulassung als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt eine Erklärung darüber, dass beabsichtigt ist, für den Fall der Auswahl auf die Rechte aus der Zulassung zu verzichten (eine Verzichtserklärung ist hiermit noch nicht verbunden),

 

l) falls sich die Bewerberin oder der Bewerber im Landesdienst befindet, eine Erklärung darüber, dass beabsichtigt ist, für den Fall der Auswahl Antrag auf Entlassung aus dem Landesdienst zu stellen (ein Entlassungsantrag ist hiermit noch nicht verbunden),

 

m) gegebenenfalls eine Erklärung darüber, ob der Anwärterdienst von dessen Beginn an in Teilzeit absolviert werden soll, gegebenenfalls Angaben über die gewünschte Dauer der Teilzeittätigkeit sowie den Umfang der gewünschten Arbeitszeitverminderung sowie eine Erklärung, inwieweit die Voraussetzungen des § 5 Absatz 1 NotarVO vorliegen, und

 

n) eine Versicherung über die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben.

 

Anlagen sind der Bewerbung ebenfalls in zweifacher Ausfertigung beizufügen. Folgende Anlagen sollen beigefügt werden:

 

a) ein tabellarischer Lebenslauf,

 

b) ein aktuelles Lichtbild im Passbildformat,

 

c) die beglaubigte Abschrift eines Zeugnisses oder einer vorläufigen Bescheinigung über das Bestehen der Zweiten juristischen Staatsprüfung bzw. über die Ergebnisse der Klausuren der Zweiten juristischen Staatsprüfung, sofern diese zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht bestanden wurde; im letztgenannten Fall ist die beglaubigte Abschrift eines Zeugnisses oder einer vorläufigen Bescheinigung über das Bestehen der Zweiten juristischen Staatsprüfung bis spätestens 19. Mai 2020 nachzureichen,

 

d) die beglaubigte Abschrift eines Zeugnisses über das Bestehen der Ersten juristischen Staatsprüfung beziehungsweise der Ersten juristischen Prüfung (universitäre Schwerpunktbereichsprüfung und staatliche Pflichtfachprüfung),

 

e) bei Bewerberinnen und Bewerbern mit Befähigung für die Laufbahn des Bezirksnotars anstelle von c) und d): die beglaubigte Abschrift eines Prüfungszeugnisses über die Notarprüfung nebst erreichter Platznummer,

 

f) gegebenenfalls die beglaubigte Abschrift einer Promotionsurkunde,

 

g) beglaubigte Abschriften von Nachweisen geltend gemachter Anrechnungszeiten im Sinne des § 9 NotarVO und

 

h) gegebenenfalls beglaubigte Abschriften von Nachweisen über die Voraussetzungen für eine beantragte Teilzeittätigkeit gemäß § 5 Absatz 1 NotarVO, sowie

 

i) auf einem gesonderten, eigenhändig unterzeichneten Blatt, das auch Namen und vollständige Anschrift des Hauptwohnsitzes enthält, eine Erklärung darüber, bei welcher Stelle Personalakten aus einem früheren oder gegenwärtigen Dienstverhältnis oder der Zulassung als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt geführt werden und ob zu Zwecken des Bewerbungsverfahrens für eine Stelle im notariellen Anwärterdienst des Landes Baden-Württemberg Einverständnis mit der Beiziehung und Einsichtnahme durch das Justizministerium besteht sowie eine Erklärung darüber, ob Einverständnis mit der Einsichtnahme in so beigezogene Akten sowie die Bewerbungsunterlagen durch die Notarkammer Baden-Württemberg besteht.

 

Mit Bewerberinnen und Bewerbern, deren Bewerbungen eine Einstellung in den Anwärterdienst als möglich erscheinen lassen, wird ein Vorstellungsgespräch unter Beteiligung des Justizministeriums sowie der Notarkammer geführt. Die Vorstellungsgespräche werden am 20. und 25. Mai 2020 stattfinden.

 

Wenn die Notarkammer Bewerberinnen oder Bewerber nach Prüfung der Bewerbungen und der durchgeführten Vorstellungsgespräche für die Einstellung in den Anwärterdienst geeignet hält, kann sie diese auffordern, ein ärztliches oder amtsärztliches Zeugnis darüber beizubringen, ob gesundheitliche Einschränkungen bestehen, die einer Eignung für die notarielle Amtstätigkeit entgegenstehen oder in der Zukunft entgegenstehen können oder ob eine Dienstunfähigkeit zu erwarten ist.

 

 

Bei weiteren Fragen zum notariellen Anwärterdienst und zur notariellen Tätigkeit können Sie sich auch an die Notarkammer Baden-Württemberg wenden:

 

Notarkammer Baden-Württemberg

Friedrichstraße 9a

70174 Stuttgart

Tel.: 0711 / 30 58 77 0

E-Mail: info@notarkammer-baden-wuerttemberg.de

Fußleiste