Justizprüfungsamt

Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung

Aktuelles

Erste juristische Prüfung

Die Erste juristische Prüfung besteht aus der staatlichen Pflichtfachprüfung (Staatsprüfung) und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung (Universitätsprüfung), § 1 Abs. 1 Juristenausbildungsgesetz (JAG).

Während die Universitäten für die Durchführung der Universitätsprüfung zuständig sind (§ 1 Abs. 3 JAG), wird die Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung vom Landesjustizprüfungsamt nach den Bestimmungen der Verordnung des Justizministeriums über die Ausbildung und Prüfung der Juristinnen und Juristen (JAPrO) vom 2. Mai 2019 in der jeweils geltenden Fassung durchgeführt. Bitte beachten Sie die Übergangsvorschrift des § 68 Abs. 1 JAPrO.

Das Landesjustizprüfungsamt erteilt bei bestandener Erster juristischer Prüfung auf Antrag ein Zeugnis über die erreichte Gesamtpunktzahl und Gesamtnote der Ersten juristischen Prüfung, § 35 JAPrO.

Weitere Informationen zur Ersten juristischen Prüfung sowie zur Zeugniserteilung sind der ausführlichen Ausschreibung der Prüfungen (siehe Downloads im rechten Bereich) zu entnehmen.

Einzelheiten zur Durchführung der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung

1. Zeit und Ort

Die Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung wird im Frühjahr und Herbst eines Jahres an den Prüfungsorten Freiburg i.Br., Heidelberg, Konstanz, Mannheim und Tübingen abgehalten.

Sie wird regelmäßig Anfang März bzw. September eines Jahres mit der Mitteilung der Kennzahlen eröffnet. Der schriftliche Prüfungsteil schließt unmittelbar daran an; der mündliche Prüfungsabschnitt beginnt in der Regel im darauffolgenden Juni desselben Jahres bzw. Januar des Folgejahres. Die genauen Termine werden mit der Ausschreibung der Prüfungen (siehe Downloads im rechten Bereich) bekanntgegeben.

2. Antrag

Der Zulassungsantrag ist innerhalb der mit der Ausschreibung der Prüfungen (siehe Downloads im rechten Bereich) bekanntgegebenen Meldefristen beim Landesjustizprüfungsamt einzureichen.

Die Meldefrist endet(e)

  • für die Prüfung Frühjahr 2020 am 31. Oktober 2019
  • für die Prüfung Herbst 2020 am 30. Juni 2020.

Die Zulassung ist webbasiert über die Online-Anmeldung zu beantragen. Anträge die nicht über die Online-Anmeldung übermittelt werden, können nicht bearbeitet werden. Der über die Online-Anmeldung erzeugte Zulassungsantrag ist eigenhändig zu unterschreiben und beim Landesjustizprüfungsamt innerhalb der Meldefrist einzureichen. Die Adresse des Landesjustizprüfungsamts sowie eine Auflistung der dem Antrag beizufügenden Unterlagen ist dem durch die Online-Anmeldung erzeugten Zulassungsantrag zu entnehmen.

Die Online-Anmeldung wird für die im Frühjahr stattfindende Prüfung in der Regel ab August des Vorjahres, für die Herbstprüfung ab März desselben Jahres freigeschaltet.

Für die Teilnahme an der Prüfung zur Notenverbesserung (§ 23 JAPrO) ist eine Gebühr von 390,- € zu entrichten, die mit der Einreichung des Zulassungsantrags fällig ist. Die Zahlung ist nur unbar möglich; die Zahlungsdaten (Bankverbindung, Verwendungszweck) sind im rechten Bereich unter der Rubrik "Vordrucke mit Hinweisen" abrufbar.

3. Gesetzestexte und Hilfsmittel

Die Verwaltungsvorschrift des Justizministeriums vom 25. April 2012 (Hilfsmittel-VwV) bestimmt in der jeweils geltenden Fassung (siehe Downloads im rechten Bereich), welche Hilfsmittel in der Staatsprüfung in der Ersten juristischen Prüfung zugelassen und von den Prüflingen mitzubringen sind. Weitere Informationen dazu sind der ausführlichen Ausschreibung der Prüfungen und dem Hinweisblatt zur Zulässigkeit von Kommentierungen (siehe Downloads im rechten Bereich) zu entnehmen.

4. Antragsrücknahme und Rücktritt von der Prüfung
     (§§ 12, 18 Abs. 2 JAPrO)

Bis zur Zulassung zur Prüfung kann der Zulassungsantrag zurückgenommen werden.

Nach der Zulassung genehmigt das Landesjustizprüfungsamt auf Antrag den Rücktritt von der Prüfung, wenn ein Prüfling wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund gehindert ist, an der Prüfung teilzunehmen, § 12 Abs. 1 JAPrO. Der Antrag ist unverzüglich schriftlich beim Landesjustizprüfungsamt zu stellen; im Falle einer Erkrankung ist grundsätzlich ein Attest einer Ärztin oder eines Arztes nach § 14 Abs. 5 ÖGDG vorzulegen, das die für die Beurteilung der Prüfungsunfähigkeit nötigen medizinischen Befundtatsachen enthält. Eine Liste der entsprechenden Ärztinnen und Ärzte kann auf der Internetseite des Landesgesundheitsamts BW abgerufen werden.

Weitere Hinweise - insbesondere zum Rücktritt von der Prüfung - sind der ausführlichen Ausschreibung der Prüfungen (siehe Downloads im rechten Bereich) zu entnehmen.

5. Sonstiges

Anträgen auf Verlängerung der Bearbeitungszeit der Aufsichtsarbeiten oder sonstige Prüfungserleichterungen (§ 13 Abs. 7 JAPrO) ist zwingend ein Attest einer Ärztin oder eines Arztes nach § 14 Abs. 5 ÖGDG beizufügen. Eine Liste der entsprechenden Ärztinnen und Ärzte kann auf der Internetseite des Landesgesundheitsamts BW abgerufen werden. Entsprechende Anträge sollen spätestens drei Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung beim Landesjustizprüfungsamt eingereicht werden. Auf bestehende Beratungsmöglichkeiten durch das Landesjustizprüfungsamt und ggf. durch die Anlaufstellen für behinderte Studierende der Universitäten wird hingewiesen.

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