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Präsident des Landgerichts Waldshut-Tiengen Wolfram Lorenz in den Ruhestand verabschiedet

Datum: 30.03.2022

Kurzbeschreibung: Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges: „Ein bescheidener und zurückhaltender Landgerichtspräsident mit feinem Humor und herausragendem Berufsethos geht.“

Wolfram Lorenz hat am morgigen Donnerstag (31. März 2022) nach rund 39 Jahren richterlicher Tätigkeit und vorherigem Referendariat in der baden-württembergischen Justiz seinen letzten Arbeitstag als Präsident des Landgerichts Waldshut-Tiengen. Der 66-Jährige hatte das Landgericht seit Februar 2017 geleitet. In den letzten Tagen seiner aktiven Dienstzeit besuchte Wolfram Lorenz nochmals alle Amtsgerichte seines Landgerichtsbezirks, um sich von den Bediensteten persönlich zu verabschieden. Aufgrund der erschütternden Ereignisse in der Ukraine und der Pandemiesituation hat er sich bewusst gegen einen Festakt zum Abschied entschieden. Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges verabschiedete den Präsidenten des Landgerichts Waldshut-Tiengen daher im Justizministerium in Stuttgart im kleineren Kreis offiziell in den Ruhestand. 

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges sagte: „Wenn sich Wolfram Lorenz am morgigen Donnerstag in Waldshut-Tiengen von den Kolleginnen und Kollegen verabschiedet, verlieren diese und die gesamte baden-württembergische Justiz einen hochqualifizierten Präsidenten, den man als echten Allrounder bezeichnen kann. Nicht nur an den verschiedenen Gerichten im Land überzeugte er in den unterschiedlichsten Rechtsgebieten durch Fleiß, Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein, sondern auch bei seinen vielseitigen Tätigkeiten im badischen Amtsnotariat und sogar über die Landesgrenzen hinaus in der sächsischen Justiz. Für das anspruchsvolle Amt des Präsidenten des Landgerichts Waldshut-Tiengen war er eine ideale Besetzung. Wolfram Lorenz hat das Landgericht mit großer Umsicht und juristischem Sachverstand und mit dem ihm eigenen ruhigen, zurückhaltenden und doch souveränen Führungsstil geleitet, genauso wie zuvor über acht Jahre lang als Direktor die Geschicke des großen Amtsgerichts Lörrach. Dafür danke ich ihm von Herzen.“ 

Wolfram Lorenz sagte: „Über 40 Jahre einer spannenden, abwechslungsreichen und erfüllenden Tätigkeit in der Justiz Baden-Württembergs gehen zu Ende. Mir waren unschätzbare Möglichkeiten vergönnt, mich an zahlreichen Stellen in unterschiedlichen Funktionen zu erproben und zu bewähren. Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben. Ich hoffe, dies ist mir zum Wohle der Justiz gelungen. Allen, die mich dabei begleitet und unterstützt haben, danke ich sehr herzlich.“

Hintergrundinformationen zu Wolfram Lorenz:

Der 1955 in Pforzheim geborene Wolfram Lorenz studierte an der Universität Heidelberg und verbrachte seine Referendarzeit im Landgerichts-Bezirk Karlsruhe. 1983 trat er am Amtsgericht Karlsruhe in den Justizdienst ein. Es folgte eine Vielzahl von Verwendungen an verschiedenen Amts- und Landgerichten des Landes. Daneben war Lorenz auch kurzzeitig für das sächsische Staatsministerium der Justiz sowie am Notariat Bruchsal tätig. Es folgten weitere Verwendungen als Beisitzer in einem Familiensenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe und als Vorsitzender einer Kammer für Handelssachen beim Landgericht Freiburg. Von 2008 an war er Direktor des Amtsgerichts Lörrach. 2017 wurde er zum Präsidenten des Landgerichts Waldshut-Tiengen ernannt.  

Über die Nachfolge von Wolfram Lorenz wird zeitnah entschieden.





Bildunterschrift (Foto frei verwendbar): Übergabe der Ruhestandsurkunde im Ministerium der Justiz und für Migration (von links): Ministerialdirektor Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Waldshut-Tiengen Wolfram Lorenz, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Alexander Riedel. 

 

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