Langzeitverwendungen als Auswärtsspieler




Nationaler Sachverständiger

Bei der Verwendung als Nationaler Sachverständiger handelt es sich um eine herausragende Form des zeitlich begrenzten Arbeitseinsatzes in einer Generaldirektion der Europäischen Kommission oder einer anderen europäischen Einrichtung. Ziel der Verwendung ist der wechselseitige Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen über die Arbeitsweise und die inhaltlichen Zielvorstellungen der Kommission und der nationalen Verwaltungen. Als Nationaler Sachverständiger leistet man einen wesentlichen Beitrag zur inhaltlichen Arbeit der Europäischen Union.

Die Verwendung ist in der Regel zunächst auf mindestens ein Jahr begrenzt und kann auf maximal vier Jahre verlängert werden.

Die Bewerbung erfolgt auf die regelmäßig eingehenden Stellenausschreibungen der EU-Kommission über die Dienststelle, das personalverwaltende Ministerium, das Ministerium der Justiz und für Europa und die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union. Eine direkte Bewerbung bei der EU-Kommission ist in diesen Fällen nicht möglich.

>> Aktuelle Ausschreibungen der Europäischen Union finden Sie hier. <<

Während der Zeit als Nationaler Sachverständiger bleibt die Anstellung als Landesbediensteter bestehen. Die Bezahlung erfolgt weiter durch das Land, in der Regel ergänzt durch Tagegelder der Kommission.


Europäische Institutionen und internationale Organisationen

Ein großes Ziel ist es, vermehrt baden-württembergische Landesbedienstete für eine Verwendung in europäischen Institutionen und internationalen Organisationen zu vermitteln. Zu diesem Zwecke pflegt das Ministerium der Justiz und für Europa regelmäßige Kontakte mit dem Auswärtigen Amt sowie den Personalstellen der in Frage kommenden internationalen Organisationen.

So konnten bereits Verwendungen u.a. bei der OECD, bei EUROPOL, bei OLAF sowie beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte durchgeführt werden.


Europa-Referent in beruflicher Weiterbildung (ehemals Traineeship des höheren Dienstes)

Dieses Programm für den höheren Dienst ermöglicht es durch die referentenähnliche Tätigkeit einen umfassenden Einblick in die europapolitische Arbeit der Landesregierung zu gewinnen.

Im Rahmen des zweijährigen Programms werden in 15 Monaten die Europaabteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa und die Landesvertretungen in Brüssel und Berlin in sechs bzw. drei Monaten durchlaufen.


Europa-Sachbearbeiter in beruflicher Weiterbildung (ehemals Traineeship des gehobenen Dienstes)

Dieses Programm für den gehobenen Dienst ermöglicht Landesbediensteten im Rahmen einer Abordnung Einblicke in zentrale europapolitische Themen, insbesondere in die europäische Öffentlichkeitsarbeit.
Die Abordnung an das Ministerium der Justiz und für Europa dauert ein Jahr. Sie gliedert sich hälftig in eine Verwendung im Referat Europafähigkeit und Europaöffentlichkeitsarbeit sowie bei der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel.

Die entsprechenden Berichte von Europa-Sachbearbeitern in beruflicher Weiterbildung finden Sie hier:
Frau Manuela Fundis (01.12.2017 - 30.11.2018)
Frau Heike Maurer (01.05.2017 - 30.04.2018)

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